Emmental

Land: Schweiz
Datum: 25. August 2014
Region: Emmental / Napfgebiet

Was verschlägt einen ins Emmental, abgesehen vom berühmten Emmentaler? Um ehrlich zu sein, das schlechte Wetter. Geplant war in unserer Urlaubswoche eine Rundwanderung in den Lechtaler Alpen. Aufgrund der bescheidenen Vorhersage (kalt und nass) entschieden wir uns kurzfristig  um, und verlängerten spontan unseren Aufenthalt bei meiner Schwester in der Schweiz. So kam es, dass wir eine kleine Tagestour ins Emmental unternahmen.

Die Tour war so lala, das kann ich schon mal vorwegnehmen. Es gab dennoch ein paar Highlights welche die Durststrecken wieder wett machten. Die Wege waren von der Beschaffung des Untergrundes einfach zu gehen. Erschwert wurde das Vorwärts-kommen jedoch durch einige Kuhweiden die durchquert werden mussten. Die Kühe lagen teilweise mitten auf dem Weg und man hatte wenig Ausweichmöglichkeiten. Unangenehm war dies vor allem, weil Mutterkühe mit ihren Kälbern dabei waren. So entschieden wir uns zwei mal dafür, den Wanderweg für ein kurzes Stück zu verlassen.
Zu Beginn hatten wir zudem Schwierigkeiten den offiziellen Wanderweg überhaupt zu finden. Mit der ausgedruckten Beschreibung irrten wir etwas umher. Das mit den Wegbeschreibungen klappt bei uns in den wenigsten Fällen. Dank dem GPS fanden wir schließlich auf die gelbe Raute.
Der Weg führte zunächst auf Asphalt an ein paar Höfen vorbei und wechselte dann auf weichen Wiesenboden. Nach den ersten Höhenmetern erreichten wir einen ersten Aussichtspunkt mit Bank zum verweilen. Der Blick war gigantisch. Man stand so da auf dem leichten Hügel, sattes Grün um einen herum und in der Ferne sah man auf ein mit Schnee bedecktes Alpenpanorama. Das war Highlight Nr.1.
Unser Highlight Nr. 2 war ein freistehender Baum mit Sitzgelegenheit, der uns rechtzeitig Schutz vor einem Regenschauer bot. Eine kurze Pause mit inbegriffen. Bis dato hatten wir schon ein gutes Stück der Wegstrecke bewältigt.
Gegen Ende führte der Weg durch den Wald hinab, teils auf Stufen. Das war eine nette Abwechslung. In Trub, unserem Zielort, fanden wir Highlight Nr. 3. Der kleine Ort war klein, fein und charmant. Und in der Nähe der Bushaltestelle ein Gasthof, der uns ein Zielgetränk bescherte. Ende gut alles gut.

Fazit:
Die Wanderroute hatte durchaus schöne Stellen. Vor allem die grüne Hügellandschaft war sehr ansehnlich. Gestört hat uns, dass der Weg mitten über Kuhweiden führt auf denen man nur schlecht den Tieren ausweichen konnte. Der Weg war einfach, unspektakulär und menschenleer.
Pflicht ist natürlich ein Stück Emmentaler. Das einzig wahre Original.

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